Haftungsdach-Lexikon: Fachbegriffe von A bis Z einfach erklärt

Was ist ein Haftungsdach? Welche Aufgaben übernimmt ein vertraglich gebundener Vermittler und worin unterscheiden sich Anlageberatung, Anlagevermittlung und Vermögensverwaltung? In unserem Haftungsdach-Lexikon erklären wir zentrale Begriffe aus der Welt der Wertpapierdienstleistungen, des Private Bankings und der Finanzmarktregulierung verständlich und praxisnah.

 

Das Lexikon richtet sich insbesondere an vertraglich gebundene Vermittler, Anlageberater, Vermögensverwalter, Private Banker, Family Offices, Fintechs und Finanzunternehmen, die sich mit einem Haftungsdach, einer eigenen BaFin-Erlaubnis oder einem neuen Geschäftsmodell im regulierten Wertpapiergeschäft beschäftigen.

Von A wie Anlageberatung und Angemessenheitsprüfung über B wie BaFin bis hin zu W wie Wertpapierinstitut und WpIG finden Sie hier kompakte Erklärungen zu aufsichtsrechtlichen Vorgaben, Finanzprodukten, Beratungsprozessen, Compliance-Anforderungen und digitalen Investmentlösungen. Auch wichtige Begriffe aus MiFID II, WpHG, Geldwäscheprävention, Portfoliomanagement, Fondsvertrieb und digitaler Vermögensverwaltung werden erläutert.

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Es gibt 4 Namen in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben M beginnen.
M

MaRisk
Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sind Verwaltungsvorschriften der BaFin, die die organisatorischen Anforderungen an das Risikomanagement von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten konkretisieren. Sie legen unter anderem Regeln zu Aufbau- und Ablauforganisation, interner Revision und Kontrollsystemen fest. Die MaRisk dienen der Begrenzung operationeller und finanzieller Risiken und gelten als wichtiges Element für stabile Finanzmärkte. Link: https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/bankenaufsicht/einzelaspekte/risikomanagement/marisk/marisk-799522

Maximum Drawdown
Der Maximum Drawdown beschreibt den größten prozentualen Verlust eines Portfolios oder eines Finanzinstruments innerhalb eines bestimmten Zeitraums, gemessen vom Höchststand bis zum nachfolgenden Tiefpunkt. Er zeigt, welches Risiko Anleger bei einer bestimmten Strategie in Kauf nehmen mussten. Der Drawdown ist eine wichtige Kennzahl im Risikomanagement und wird insbesondere bei der Bewertung von Fonds und Vermögensverwaltungen herangezogen.

MiFID II
MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive II) ist eine europäische Richtlinie, die seit 2018 die Rahmenbedingungen für Wertpapierdienstleistungen innerhalb der EU neu regelt. Sie verfolgt das Ziel, den Anlegerschutz zu verbessern, die Markttransparenz zu erhöhen und systemische Risiken zu reduzieren. MiFID II betrifft u. a. Beratungspflichten, Aufzeichnungspflichten, Produktgovernance und Handelsplatzstrukturen. Die Regelungen sind auch in Deutschland über das WpHG verbindlich umgesetzt.

Multi Family Office (MFO)
Ein Multi Family Office betreut das Vermögen mehrerer wohlhabender Familien unabhängig und umfassend. Es bietet neben der klassischen Vermögensverwaltung auch Leistungen wie Nachfolgeplanung, Steuerstrukturierung, Immobilienmanagement oder Philanthropieberatung an. MFOs arbeiten in der Regel bankenunabhängig und bieten Mandanten einen hohen Grad an Individualisierung und Diskretion. Sie bündeln Expertise und schaffen Skaleneffekte über mehrere Familien hinweg.