Haftungsdach-Lexikon: Fachbegriffe von A bis Z einfach erklärt

Was ist ein Haftungsdach? Welche Aufgaben übernimmt ein vertraglich gebundener Vermittler und worin unterscheiden sich Anlageberatung, Anlagevermittlung und Vermögensverwaltung? In unserem Haftungsdach-Lexikon erklären wir zentrale Begriffe aus der Welt der Wertpapierdienstleistungen, des Private Bankings und der Finanzmarktregulierung verständlich und praxisnah.

 

Das Lexikon richtet sich insbesondere an vertraglich gebundene Vermittler, Anlageberater, Vermögensverwalter, Private Banker, Family Offices, Fintechs und Finanzunternehmen, die sich mit einem Haftungsdach, einer eigenen BaFin-Erlaubnis oder einem neuen Geschäftsmodell im regulierten Wertpapiergeschäft beschäftigen.

Von A wie Anlageberatung und Angemessenheitsprüfung über B wie BaFin bis hin zu W wie Wertpapierinstitut und WpIG finden Sie hier kompakte Erklärungen zu aufsichtsrechtlichen Vorgaben, Finanzprodukten, Beratungsprozessen, Compliance-Anforderungen und digitalen Investmentlösungen. Auch wichtige Begriffe aus MiFID II, WpHG, Geldwäscheprävention, Portfoliomanagement, Fondsvertrieb und digitaler Vermögensverwaltung werden erläutert.

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Es gibt 4 Namen in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben R beginnen.
R

Rebalancing
Rebalancing ist die regelmäßige Anpassung eines Anlageportfolios an die ursprünglich festgelegte Zielstruktur. Dabei werden über- oder untergewichtete Anlageklassen durch Käufe oder Verkäufe ins Gleichgewicht gebracht. Rebalancing reduziert das Risiko von Fehlentwicklungen und stellt sicher, dass das Portfolio dem gewünschten Risikoprofil entspricht. Der Prozess kann manuell durch Berater oder automatisiert durch digitale Systeme erfolgen.

Record Keeping
Record Keeping bezeichnet die gesetzlich vorgeschriebene Archivierung und Aufbewahrung geschäftsrelevanter Informationen und Dokumente im Finanzsektor. Dazu zählen beispielsweise Beratungsdokumentationen, Aufzeichnungen von Telefongesprächen oder Handelsaufträge. Die Aufbewahrungsfristen betragen je nach Vorgabe bis zu zehn Jahre. Ziel ist die Nachvollziehbarkeit von Geschäftsprozessen und die Möglichkeit einer späteren Überprüfung durch Aufsichtsbehörden.

Rendite
Die Rendite ist der Ertrag einer Kapitalanlage, ausgedrückt als prozentualer Wert bezogen auf das eingesetzte Kapital und einen bestimmten Zeitraum. Sie kann sich aus Zinsen, Dividenden oder Kursgewinnen zusammensetzen. Die Rendite ist ein zentrales Kriterium für die Bewertung der Attraktivität eines Finanzprodukts. Sie sollte immer im Verhältnis zum eingegangenen Risiko betrachtet werden.

Robo Advisor
Ein Robo Advisor ist ein digitaler Vermögensverwalter, der automatisiert Anlagevorschläge erstellt und Portfolios verwaltet. Die Anlagestrategie wird anhand eines Online-Fragebogens ermittelt, der Risikobereitschaft, Anlageziel und Erfahrung des Kunden abfragt. Robo Advisor bieten einen kostengünstigen Einstieg in die Vermögensverwaltung, sind jedoch standardisiert und bieten in der Regel keine individuelle Beratung. Sie unterliegen den gleichen regulatorischen Anforderungen wie klassische Anbieter.